Was macht Literaturübersicht?
Verwenden Sie diese Fähigkeit, wenn es darum geht, eine Sammlung akademischer oder technischer Literatur zu finden, zu sichten, zu synthetisieren und zu zitieren.
Wann verwenden
- Erstellung einer systematischen, scoping- oder narrativen Literaturübersicht.
- Synthese des Stands der Technik zu einer Forschungsfrage.
- Identifikation von Lücken, Widersprüchen oder zukünftigen Forschungsrichtungen.
- Erstellung von zitiergestützten Hintergrundabschnitten für Aufsätze oder Berichte.
- Vergleich von Evidenz aus Peer-Review-Artikeln, Preprints, Patenten und technischen Berichten.
Übersichtstypen
- Narrative Übersicht: breite Synthese; nützlich zur Orientierung.
- Scoping-Übersicht: kartiert Konzepte, Methoden und Evidenzlücken.
- Systematische Übersicht: vordefiniertes Protokoll, reproduzierbare Suche, explizites Screening und Ausschluss.
- Metaanalyse: systematische Übersicht plus quantitative Effektaggregation.
Fragen Sie den Benutzer, welches Maß an Strenge benötigt wird. Wenn nicht angegeben, verwenden Sie standardmäßig eine Scoping-Übersicht für explorative Arbeiten und eine systematische Übersicht für Veröffentlichungen oder klinische Aussagen.
Arbeitsablauf
1. Frage definieren
Konvertieren Sie die Eingabeaufforderung in eine durchsuchbare Forschungsfrage.
Für klinische oder biomedizinische Arbeiten verwenden Sie PICO:
- Population
- Intervention oder Exposition
- Vergleich
- Outcome (Ergebnis)
Für technische Arbeiten verwenden Sie:
- System oder Domäne
- Methode oder Intervention
- Vergleichsbasislinie
- Bewertungsmetrik
2. Suche planen
Erstellen Sie ein Suchprotokoll, bevor Sie Quellen sammeln:
- Datenbanken, die durchsucht werden sollen
- Datumsbereich
- Sprachen
- Publikationstypen
- Einschlusskriterien
- Ausschlusskriterien
- exakte Suchstrings
Minimaler nützlicher Datenbanksatz:
- PubMed für biomedizinische und lebenswissenschaftliche Literatur.
- arXiv für Informatik, Mathematik, Physik, quantitative Biologie und Preprints.
- Semantic Scholar oder Crossref für breite akademische Entdeckung.
- Domänenspezifische Quellen, wenn relevant, wie klinische Studienregister, Patentdatenbanken, Normungsgremien oder offizielle technische Dokumente.
3. Suchen und Evidenz protokollieren
Führen Sie ein Suchprotokoll, das die Übersicht reproduzierbar macht:
| Datenbank | Suchdatum | Abfrage | Filter | Ergebnisse | Export |
| --- | --- | --- | --- | ---: | --- |
| PubMed | 2026-05-11 | `("CRISPR"[tiab] ODER "Cas9"[tiab]) UND "Sichelzellenkrankheit"[tiab]` | 2020:2026, Englisch | 86 | PMID-Liste |
| arXiv | 2026-05-11 | `CRISPR sickle cell gene editing` | q-bio, 2020:2026 | 9 | BibTeX |
Speichern Sie Roh-IDs, URLs, DOIs, Abstracts und Notizen getrennt vom endgültigen Prosatext.
4. Duplikate entfernen
Duplikate in dieser Reihenfolge entfernen:
- DOI
- PMID oder arXiv-ID
- exakter Titel
- normalisierter Titel plus erster Autor und Jahr
Notieren Sie, wie viele Duplikate entfernt wurden.
5. Quellen sichten
Sichten in Stufen:
- Titel
- Abstract
- Volltext
Für systematische Arbeiten die Ausschlussgründe notieren:
- falsche Population
- falsche Intervention
- falsches Ergebnis
- keine Primärforschung
- Duplikat
- nicht verfügbarer Volltext
- außerhalb des Datumsbereichs
6. Daten extrahieren
Verwenden Sie eine strukturierte Extraktionstabelle:
| Studie | Design | Population/Daten | Methode | Vergleich | Ergebnis | Haupterkenntnis | Einschränkungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Autor Jahr | RCT/Kohorte/Review/etc. | Stichprobe oder Korpus | Methode | Basislinie | gemessenes Ergebnis | Ergebnis | Einschränkung |
Für technische Arbeiten Dataset, Benchmark, Metrik, Basislinie und Reproduzierbarkeitsnotizen einschließen.
7. Synthetisieren
Evidenz nach Themen gruppieren, anstatt Arbeiten nacheinander zusammenzufassen.
Nützliche Syntheseperspektiven:
- stärkste Evidenz
- widersprüchliche Evidenz
- methodische Schwächen
- Populations- oder Datensatzgrenzen
- Aktualität und Replikation
- praktische Implikationen
- unbeantwortete Fragen
Aussagen nach Vertrauensniveau trennen:
- Hohes Vertrauen: replizierte, qualitativ hochwertige Evidenz aus mehreren Quellen.
- Mittleres Vertrauen: plausibel, aber durch Stichprobe, Methode oder Aktualität eingeschränkt.
- Niedriges Vertrauen: frühe, spekulative, einzelquellbasierte oder schwach gemessene Evidenz.
8. Zitate überprüfen
Vor dem Abschluss:
- DOI, PMID, arXiv-ID oder offizielle URL überprüfen
- Autorennamen und Publikationsjahr prüfen
- kein Paper für eine Aussage zitieren, die es nicht macht
- Preprints als Preprints kennzeichnen
- Reviews von Primäre videnz unterscheiden
Ausgabetemplate
# Literaturübersicht: <Thema>
Erstellt: <Datum>
Übersichtstyp: <narrativ | scoping | systematisch | Metaanalyse>
Suchfenster: <Datumsangaben>
Datenbanken: <Liste>
## Forschungsfrage
## Suchstrategie
## Ein- und Ausschlusskriterien
## Evidenzzusammenfassung
## Thematische Synthese
## Lücken und Einschränkungen
## Referenzen
## Suchprotokoll
Fallstricke
- Behandeln Sie Suchschnipsel nicht als Evidenz.
- Vermischen Sie Preprints, Reviews und Primärstudien nicht ohne Kennzeichnung.
- Lassen Sie negative oder widersprüchliche Ergebnisse nicht weg.
- Behaupten Sie keine systematische Übersichtsstrenge ohne reproduzierbares Protokoll.
- Verwenden Sie für eine breite Aussage nicht nur eine einzige Datenbank, es sei denn, der Umfang ist ausdrücklich auf diese Datenbank beschränkt.