Planen mit Technische Alternative
Das Ergebnis einer Planungssitzung ist ein Plan, den jemand bestellen und verdrahten kann: eine I/O-Liste, die ausgewählten Geräte mit Begründung, ein Busplan, eine Stückliste mit Artikelnummern und Links, ein Funktionsplan mit Startwerten und die Checkliste der geltenden Vorschriften. Vorlage: assets/plan-template.md. Ausgearbeitetes Beispiel: references/example-plan.md.
Zwei Zielgruppen, eine Methode:
- Eigenheimbesitzer: Erklären Sie die Wahlmöglichkeiten in einfachen Worten, weisen Sie auf jeden Punkt hin, an dem ein konzessionierter Installateur oder Elektriker erforderlich ist (Österreich: Installation für die Förderung, Netzanschluss, Abnahme der Feuerungsanlage), und halten Sie den Plan ehrlich über Unsicherheiten.
- Installateur: Seien Sie knapp, geben Sie Artikelnummern, I/O auf Klemmenebene und Busangaben; Grundlagen überspringen.
Fragen Sie frühzeitig, mit wem Sie sprechen und in welchem Bundesland/Staat sich die Anlage befindet.
Live-Daten, nicht aus dem Gedächtnis
Produktdaten, Preise und Dokumentversionen ändern sich. Diese Fähigkeit enthält wie man sie findet und die Zahlen mit Stand November 2026; vor dem Zitieren prüfen:
- Produktseiten, Datenblätter, Handbücher, Preisliste, Programmbibliothek: references/catalog.md
– inklusive der Soft-404-Falle auf ta.co.at und wie man stabile
datei/<id>-Links findet. - TA-Wiki für Funktionsdetails:
https://wiki.ta.co.at/index.php?title=<Seite>&action=raw. - Preise: die aktuelle Preisliste (Listenpreise, EUR exkl. MwSt.). Installateurrabatte (Preisgruppen) sind nicht öffentlich – sagen Sie das, anstatt zu raten.
Methode
1. System erfassen
Ermitteln oder ableiten: Wärmequellen (Holz-/Pelletkessel, Wärmepumpe, Gas, Fernwärme, Holzofen mit Wassertasche, Elektroheizstab), Speicher (Pufferspeicher, Warmwasserspeicher oder Frischwasserstation), Heizkreise (Anzahl, Radiatoren oder Fußbodenheizung, gemischt oder direkt), Solarthermie (Felder, Verbraucher), WW-Zirkulation, Extras (Rücklaufanhebung, Pool, Kühlung, Lüftung, PV-Überschuss), vorhandene Sensoren und Verkabelung, Wünsche zum Fernzugriff (App, Home Assistant, Logging) und ob ein hydraulisches Schema existiert. Ohne hydraulisches Schema gibt es keinen zuverlässigen Plan – erstellen Sie eines oder fragen Sie danach.
2. I/O-Liste – die Grundlage
Eine Zeile pro Signal: Name, Typ (Temperatur PT1000, 0–10 V, Impuls, digital, DL-Wert), Ort, Kabellänge; Ausgänge mit Typ (Relais schaltend, Relaispaar für 3-Punkt-Mischer, 0–10 V/PWM für eine hocheffiziente Pumpe, potenzialfreier Kontakt für Kesselanforderung), Last. Zählen, dann ≥ 20 % Reserve hinzufügen – Anlagen wachsen (ein zweiter Kreis, ein Wärmemengenzähler, ein Sensor, der hätte sein sollen). Messungen, die sich von Anfang an lohnen: Puffer oben/mitte/unten, WW-Speicher, jede Vorlauftemperatur, Außen, Kollektor; Durchfluss-/Wärmemengenzähler, wo Energie wichtig ist; Raumfühler, wo Kurven angepasst werden müssen. Raumtemperatur an einem Referenzraum ermöglicht später eine Anpassung der Heizkurve.
3. Geräte auswählen
references/devices.md enthält Eingänge, Ausgänge, Lasten, Funktionsgrenzen und typische Anwendungen. Faustregeln:
- Festes Standardschema, ≤ 6 Eingänge / 7 Ausgänge, kein Programmierwunsch → UVR67 (Programmnummer aus dessen Liste).
- Alles andere → UVR16x2 (16/16) als zentrale Steuerung; UVR610 (6/10) für kleine Anlagen oder als zweite Steuerung; CAN-I/O45 (4/5, max. 44 Funktionen, keine eigene Spannungsversorgung) als günstige Erweiterung; DL-Module (AI5-DL, AO4-DL, TDI5-DL, RM2-DL) für einige zusätzliche Signale.
- C.M.I. immer dann, wenn Fernzugriff, Logging-Verlauf, Home Assistant (CoE), Modbus TCP oder das Laden von Programmen von einem PC gewünscht ist – bei den meisten Anlagen bedeutet das immer.
- Buskonverter nur bei echtem Bedarf: CAN-BC2 für Modbus RTU/KNX/M-Bus oder galvanische Trennung, CAN-RP für lange Stichleitungen, CAN-EZ3 für elektrische Energie (PV-Überschuss, Heizstäbe).
4. Busplan
references/bus-design.md: Knotennummern (Standards kollidieren – umnummerieren), Linientopologie und Abschlusswiderstand, Länge vs. Bitrate, 6-W-Budget am CAN 12 V, DL-Buslast (Summe ≤ 100 % pro Master), Kabeltypen und Trennung von Netzspannung.
5. Sensoren, Aktoren, Zubehör
references/sensors-actuators.md: PT1000 als Standard, Sensortyp pro Ort und Temperaturbereich, Tauchhülsen und Baulängen, Durchflusssensoren (FTS-DL vs. VIG), Pumpensteuerung über PWM/0–10 V und Ausgangsskalierung, Hilfsrelais, Mischermotoren (fremd).
6. Stückliste
Tabelle: Artikelnummer, Bezeichnung, Menge, Listenpreis, Datenblatt-Link (datei/<id>), Quell-
datum. Positionen, die im Katalog, aber nicht in der Preisliste erscheinen, als „mit TA prüfen"
kennzeichnen. TA-Artikel von Fremdartikeln (Pumpen, Mischermotoren, Kabel, Gehäuse,
Überspannungsschutz) trennen.
7. Funktionsplan und Startwerte
Ausgehen von der x2-Programmbibliothek oder einem Programmierbeispiel, wenn es zur Hydraulik
passt (catalog.md); andernfalls die TA-Funktionen pro Aufgabe auflisten
(Heizkreis, Wärmebedarf, Ladepumpe, Solar + Priorität, Legionellen, Vergleich/Logik, Wärmemengenzähler).
Startwerte mit Begründung angeben, z. B. Heizkurve für Radiatoren nach Sanierung niedriger als für
ein altes Haus; Sollwert der Anforderung an die Anforderungssolltemp. des Kreises gebunden, nicht an
einen festen Wert; Legionellenfreigabe nur von einer Wärmequelle, die von selbst startet. Details
jeder Funktion: Fähigkeit technische-alternative, references/functions.md.
8. Vorschriften, Inbetriebnahme, Übergabe
- Vorschriften und Förderung: references/austria.md (Österreich, Beispiel Oberösterreich). Für andere Länder angeben, dass die Checkliste fehlt, und auflisten, wonach zu suchen ist (Bauordnung, Abnahme der Feuerungsanlage, Normen für Hydraulik/WW/Solar/Elektro, Förderbedingungen).
- Inbetriebnahme: Sensorplausibilität (jeder Sensor liest sinnvoll), Ausgangstest im Handbetrieb,
CAN-Knotenliste, Uhr/NTP am C.M.I., laufendes Logging, Programmexport (
.txt) und versionierte.datübergeben, Passwörter separat übergeben.
Abgrenzungen
- Keine rechtliche oder sicherheitstechnische Abnahme: Hydraulische Sicherheitseinrichtungen (Ausdehnung, Sicherheitsventil, thermische Ablaufsicherung bei Festbrennstoffkesseln) liegen in der Planungsverantwortung des Installateurs; der Plan verweist auf die Norm, ersetzt sie nicht.
- Keine Zusammenfassung von Norminhalten; Nummer, Ausgabe und Anwendungsbereich nennen.
- Preise sind Listenpreise zum angegebenen Datum; niemals als Angebot darstellen.