Learn Something Framework
Verwandle ein Thema in einen strukturierten Lehrplan durch eine interaktive LLM-Sitzung. Lerne via CLI: Lektionen lesen, erklären, Multiple-Choice-Fragen üben, verteiltes Wiederholen.
1. Pädagogik
Drei Theorien vereint:
| Theorie | Rolle der KI | Gelöstes Problem |
|---|---|---|
| Marva Collins | Sokratischer Tutor. Strenge Q&A, hohe Erwartungen, endlose Geduld | Braucht einen großartigen Lehrer. KI wird nie müde. |
| Feynman-Technik | Lückenfinder. Lernende erklären einfach → KI findet Löcher | Illusion des Verstehens |
| Wünschenswerte Schwierigkeiten | Zeitplaner für verteiltes Lernen. FSRS-Abruf + verschachteltes Üben | Passives erneutes Lesen |
Sitzungsphase → Theorienzuordnung
| Phase | Theorie | Lernende/r | KI/CLI |
|---|---|---|---|
| Lesen | Marva | Lektion studieren | Klaren Inhalt schreiben |
| Erklären | Feynman | Konzept einfach erklären | Hinterfragen: „Du sagtest X, aber Y – wie passt das zusammen?“ |
| Üben | Marva + Wünschw. | MCQs beantworten, begründen | Benoten, Distraktoren erklären |
| Beurteilen | Marva | Kritisieren, Meinung bilden | Sokratisches Nachfragen |
| Wiederholen | Wünschw. | Aktiver Abruf via FSRS | Optimale Intervalle planen |
Zeitbudget
- Thema: max. 40 h (13 Wo × 3 h/Wo)
- Modul: 1,5–3 h, ~15–20 pro Thema
- SRS-Wiederholung: ~10–15 min täglich
2. Inhaltsstruktur
<thema>/
├── syllabus.yaml # Kursspezifikation
├── modules/
│ ├── NN-name/
│ │ ├── lesson.md # Kerninhalt + Übungen
│ │ ├── quiz.yaml # 8–10 MCQs
│ │ └── cloze.yaml # 8–10 Lückentextfragen
│ └── ...
└── srs/
├── deck.json # FSRS-5 Karten
└── stats.json # Verlauf
Vollständige Vorlagen in templates/. Schlüsseldateien: syllabus.yaml (20-Modul-Gerüst), module.md (Lektionsstruktur), quiz.yaml (4-Optionen-MCQ-Format).
3. Protokoll zur Erstellung von Inhalten
Arbeitsablauf
- Umfang (5 Min): Fachgebiet/Niveau/Zeitbudget/Sprache/Anwendungsfall erfragen. Syllabus vorschlagen.
- Gliederungsphase: Modul-DAG + Voraussetzungskette prüfen. Zeitbudget überprüfen.
3. Pro Modul (10 Min): Modul mit
learn.sh create-module <thema> NN-nameerstellen. Null-aufgefüllte zweistellige Zahl + Bindestrich-Name (z. B.01-einführung,02-grundkonzepte). lesson.md + quiz.yaml schreiben. 16 Qualitätsregeln inline anwenden. lesson.md ≤12.000 Zeichen halten. Bei Inhaltsüberlauf in zusätzliche Module aufteilen und Syllabus aktualisieren. Benutzer prüft. Fortfahren. 3.5. Syntax validieren:learn.sh validate-content <thema> [modul]ausführen. Alle Markdown- + Mermaid-Fehler beheben, bevor fortgefahren wird. - Vor Veröffentlichung:
content-verify.mdladen. Checkliste durchgehen. Verstöße beheben. - SRS kompilieren (2 Min): MCQs extrahieren → FSRS-5 Deck.
- Kumulative Tests: Nach jeweils 3–5 Modulen
cumulative_quiz.yamlim Themenverzeichnis erstellen. 8–10 Fragen mit Mischung aus Lückentext, MCQ, R/F. Jede mitsource_modulesmarkiert. Antworten auf A–D verteilt.
Inhaltsprinzipien
- CILO-Ausrichtung: Jedes Modul dient ≥1 Lernziel. Kein Füllstoff.
- Sprache: Alle Inhalte in der Sprache von syllabus.yaml (
en/zh/yue). - Praktisch zuerst: Mit konkretem Beispiel beginnen, bevor abstrakte Definition kommt.
- Fachgebietsrelevant: Szenarien aus der Branche des Lernenden.
- Lückentext-Streichungen: Jedes Modul erhält 3–5 Lücken (
{begriff}). Lernende füllen vor dem Fortfahren aus. Erzwingt Abruf während des Lesens. - Nächsten Schritt vorhersagen: Jede Kausalkette erhält 2–3 Vorhersageblöcke. Lernende legen Ergebnis vor der Enthüllung fest.
- Fehler erkennen: Jedes Modul erhält 1–2 „Finde den Fehler“-Übungen. Fehlergesteuertes Lernen fördert diagnostische Fähigkeiten.
- Duale Kodierung: Jedes Konzept erhält ein Diagramm (Mermaid, ASCII oder strukturierte Hierarchie).
- MCQ-Vielfalt: 40 % Abruf, 40 % Anwendung, 20 % mehrschrittig.
- Feynman-Aufforderung: Jede Lektion endet mit Erklärungsaufgabe + KI-Lückenüberprüfung.
- Wünschenswerte Schwierigkeit: Gleiches Konzept wird in verschiedenen Modulen aus unterschiedlichen Blickwinkeln getestet.
- Zeitbudget: Modul ≤3 h. Thema ≤40 h.
- Modulgrößenbeschränkung: Jedes Modul lesson.md ≤12.000 Zeichen. Grenze überschritten? Thema in mehr Module aufteilen. Modulanzahl im Syllabus entsprechend anpassen.
- Fortschritt: Auf Voraussetzungen aufbauen. Frühere Module grundlegend.
- Überspringen erlaubt: Lernende geben wenig Input? Trotzdem Inhalt mit sinnvollen Standardwerten generieren. Nicht blockieren.
- Sokratisch durchgängig: Jedem größeren Konzept folgt eine Frage, die den Lernenden zum Innehalten und Nachdenken bringt – nicht nur am Ende des Moduls, sondern inline nach jeder neuen Idee. Frage → kurze Antwort/Erklärung unmittelbar danach, damit Lernende sich selbst überprüfen können. Muster: Konzept darlegen → „Warum?“ oder „Was wäre, wenn?“ fragen → antworten.
- Mermaid-Diagramme: Für Konzepte mit Verzweigungslogik, Zustandsmaschinen, Arbeitsabläufen oder Kausalketten: Mermaid-Flussdiagramm/Sequenzdiagramm/Zustandsdiagramm generieren. Thema injiziert automatisch
neutralfür Dunkel-/Hellkompatibilität. Gedämpfte Erdtöne-Palette fürstyle-Füllungen verwenden – sowohl in dunklen als auch in hellen Designs sichtbar. Palette: Blau#5c7a99, Grün#5c8a6a, Orange#b8924a, Rot#b86a4a, Lila#7a5a8a, Grau#888. Striche: dunklere Schattierung der Füllung oder#333verwenden. Beispiel:style A fill:#5c7a99,stroke:#333. Nach Konzeptide, vor Denkfrage platzieren. - Modul-Mindmap: Jedes Modul erhält eine Mermaid-Mindmap am Anfang von lesson.md (nach Metadaten, vor Lernzielen). Zeigt Wissenshierarchie: zentrales Konzept → Schlüsselthemen → Unterkonzepte.
mindmap-Syntax verwenden. Max. 3 Ebenen tief. - Antwortverteilung: MCQ-Antwortschlüssel müssen auf A/B/C/D verteilt sein. Nicht mehr als 2 aufeinanderfolgende Fragen haben denselben Antwortbuchstaben. Vorlage zeigt B als Beispiel – bei der Generierung rotieren.
- Kumulative Tests: Nach jeweils 3–5 Modulen
cumulative_quiz.yamlim Themenverzeichnis erstellen. 8–10 Fragen mit Mischung aus Lückentext, MCQ, R/F. Jede Frage mitsource_modulesmarkiert. Antworten auf A–D verteilt.
Inhaltsqualitätsregeln (16)
| # | Regel | Vorgehen | Schlechtes Beispiel → Gutes Beispiel |
|---|---|---|---|
| 1 | Konventionen erklären | Angeben, warum eine Konvention existiert, nicht nur, was sie ist | „Preis mit 95 notiert“ → „95 = 95 % von 1.000 $ Nennwert. Die Prozentkonvention ermöglicht den Vergleich von Anleihen mit unterschiedlichen Nennwerten.“ |
| 2 | Implizite Fragen beantworten | 1–3 Fragen antizipieren, die der Lernende nicht gestellt hat | Stillschweigend zu Kupons → „Ändert sich der Kupon jemals? Nein bei festverzinslichen. Ja bei FRNs (setzt sich regelmäßig zurück).“ |
| 3 | Pull-to-Par-Intuition | Erklären, dass Preis → Nennwert bei Fälligkeit mechanisch ist | „Der Preis konvergiert zum Nennwert, weil die Zeit schrumpft + der Barwert der verbleibenden Zahlungsströme zum Kapital konvergiert. Nicht durch Zinssätze getrieben.“ |
| 4 | Kausalkette zuerst | Intuitive Logik vor Formel | Sprung zur Anleihenpreisformel → „Neue Anleihen zahlen 6 %. Meine Anleihe zahlt 4 %. Meine ist weniger wert → Preis sinkt, bis die Rendite übereinstimmt.“ |
| 5 | Praktischer Kontext | Jede Zahl erhält eine reale Bedeutung | „Duration 7,5“ → „1 % Zinsanstieg → ~7,5 % Kursrückgang (nur bei kleinen Bewegungen; Konvexitätsanpassung bei großen).“ |
| 6 | „Wie wahrscheinlich“ | Normale vs. seltene Häufigkeiten nennen | Weglassen → „Die Zinskurve invertiert selten. Jeder Inversion ging eine Rezession voraus (~8 Monate). Nicht perfekt vorhersagbar.“ |
| 7 | Häufige Missverständnisse | 1–2 spezifische Fehler kennzeichnen, die Anfänger haben | „Höherer Kupon = bessere Anleihe“ → „Nein. Discount-Anleihen haben einen eingebauten Kursgewinn bei Fälligkeit (Accretion).“ |
| 8 | Sokratisch durchgängig | Jeder Konzeptabschnitt enthält eine Denkfrage + sofortige Antwort | Lernender liest passiv → gezwungen, innezuhalten, zu verarbeiten |
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